Praktischer Elektroauto-Ratgeber

Elektroauto zu Hause oder öffentlich laden: Kosten vergleichen

Der Preis je Kilowattstunde ist nicht der einzige Faktor bei den Ladekosten. Dein Stromvertrag, öffentliche Ladetarife, Gebühren und die Verteilung deiner Ladevorgänge bestimmen das Ergebnis. Für einen fairen Vergleich müssen Fahrstrecke und enthaltene Kosten klar feststehen.

Welche Ladearten werden verglichen?

Zu Hause gilt dein eigener Stromtarif. Öffentliche AC-Ladepunkte können einen anderen kWh-Preis und zusätzliche Gebühren haben. Beim DC-Schnellladen gelten unter Umständen weitere Preise, etwa zeit- oder belegungsabhängige Beträge. Ein niedriger kWh-Preis bedeutet nicht zwingend die niedrigste Rechnung.

Welche Werte gehen in die Rechnung ein?

Aus gefahrenen Kilometern und Batterieenergie je 100 km entsteht der Energiebedarf. Die Netzenergie ergibt sich aus dem Batteriebedarf geteilt durch (1 − Ladeverlustquote). Diese Energie wird nach Lademix und kWh-Preisen verteilt. Geschätzte Sitzungsgebühren kommen bei den entsprechenden Ladearten hinzu.

Rechenbeispiel mit Voltavena

Das Beispiel verwendet 1.200 km pro Monat, 18 kWh/100 km, 8 % Ladeverluste sowie 70 % Heimladen, 20 % öffentliches AC-Laden und 10 % DC-Schnellladen.

Kilometer je Monat
1.200 km
Benötigte Batterieenergie
216 kWh
Bezogene Netzenergie
234,8 kWh
Geschätzte Ladevorgänge
3,4
Kosten des Lademixes
84,00 €
Kosten bei 100 % öffentlichem AC
127,23 €
Monatlicher Unterschied43,23 €

Beispielpreise: Heimladen 70 %, öffentliches AC 150 % und DC 220 % des länderbezogenen Beispielstrompreises, auf zwei Stellen gerundet. Sitzungsgebühren: 0, 1,50 und 3 Währungseinheiten. Keine Live-Tarife.

Wie wird der Lademix berücksichtigt?

Die Anteile werden als relative Gewichte behandelt und bei Bedarf auf 100 % normiert. Sind alle Anteile null, rechnet dieser Rechner mit 100 % Heimladen. Energie- und Sitzungsgebühren richten sich nach dem tatsächlichen Anteil; eine Ladeart mit 0 % erzeugt keine zugeordneten Kosten. Verglichen wird stets mit 100 % öffentlichem AC-Laden, nicht mit dem günstigsten denkbaren Fall.

Warum verändern feste Gebühren den Preis?

Je nach Tarif kann eine feste Gebühr pro Ladevorgang hinzukommen. Voltavena verwendet vereinfacht einen Ladevorgang je 350 gefahrene Kilometer, aufgeteilt nach Lademix. Tatsächliche Ladevorgänge hängen von Batterie, Fahrten und Ladeverhalten ab. Zeitpreise, Blockiergebühren und Abos werden nicht separat modelliert.

Grenzen dieser Schätzung

Die Berechnung kennt keine aktuellen Stromverträge, Ladepreise oder Ladekarten. Installation und Finanzierung einer Wallbox, Parkkosten, Blockiergebühren, Abos und dynamische Strompreise sind nicht enthalten. Heimladen muss nicht immer günstiger sein. Eine negative Ersparnis bedeutet, dass dein Mix mehr kostet als der öffentliche AC-Vergleich unter diesen Eingaben.

Häufige Fragen

Ist das Laden zu Hause immer günstiger?

Nein. Entscheidend sind dein tatsächlicher Stromtarif, der öffentliche Preis und alle Zusatzgebühren. Ein konkreter Vergleich ist aussagekräftiger als eine Pauschalregel.

Sind die Ladeverluste beim Schnellladen gleich?

Nicht unbedingt. Der Rechner verwendet einen gemeinsamen angenommenen Verlustsatz. In der Praxis können Auto, Ladeleistung und Temperatur die Verluste verändern.

Enthält der Vergleich die Anschaffung der Wallbox?

Nein. Der Rechner zeigt laufende Ladekosten. Mit dem separaten Heimlade-Ersparnisrechner kannst du eine angenommene Amortisation der Installation prüfen.

Mit eigenen Ladetarifen rechnen

Ladeverluste verstehen

Hintergrund und Quellen

ANWB und NAF erläutern die Unterschiede bei Ladetarifen. Die EU-Kommission beschreibt die Transparenz öffentlicher Ladepreise. Die Beispielpreise sind Eingaben von Voltavena, keine Angaben der Quellen.